Archiv für den Monat Februar 2018

Fremdes Jetzt

Als Harald den Garten wiedersah, nach über 60 Jahren, war es kein Garten mehr, und statt Beeten voller Bartnelken und Pfingstrosen, Gartenmargeriten und Sonnenhut, Schneeball-Hortensien und Phlox gab es nur noch eine spärlich begraste Wiese mit einzelnen Pimpinellen, weißem Klee, Löwenzahn, Spitzwegerich, Huflattich und Gänseblümchen. Auch der Himmel war nicht so tiefblau, wie er ihn die ganzen Jahrzehnte über in seiner Erinnerung gespeichert hatte, kein Grillenzirpen stand in der windstillen Sommerluft, keine Sperlinge zankten sich unter der rissigen Holzbank, deren grüne Farbe irgendwann mit rot übermalt worden, jetzt aber nur noch als abblätternde Kleckse auf grauem Naturgrund erkennbar war. Der Augusttag war im Gegenteil so kalt und stürmisch, so wolkengrau und nass, wie Harald nie gedacht hatte, dass ein Sommernachmittag in dem Dorf sein könnte, das er vor so langer Zeit verlassen hatte.

Der gebeugt dastehende, magere Mann mit dem zerfurchten Gesicht zog die Kapuze seiner Windjacke etwas fester zu, versuchte den Knirps-Regenschirm so in den Sturm zu halten, dass er nicht durch dessen Kraft umgedreht wurde, schaffte es nicht, schloss das nutzlose Ding und stopfte es in seine Jackentasche. Er hörte den Regen aus der halb herabhängenden Dachrinne auf die bröckelnde Zementtreppe glucksen, sah dem Rinnsal zu, dass sich zwischen den Grasbüscheln durchschlängelte, von denen die Treppe durchsetzt war, zog die Schultern fröstelnd zusammen und bemerkte mit einem Anflug von Melancholie ein einsames Moosröschen dazwischen, eines von der Sorte, die seine Großmutter so geliebt und in ihrem Steingarten gehegt und gepflegt hatte.

Das Haus seiner Kindheit, das die Eltern damals an irgendeinen reichen Unbekannten verkauft hatten, der sein Geld mit Gott-weiß-was-für Geschäften auf kaum legale Art erworben hatte, lag leer und verfallen hinter dem zusammengebrochenen Gartenzaun, der die verwilderte Wiese noch teilweise umgab und so das Grundstück markierte, das derzeit keinem Menschen zu gehören schien.

Die alte Birke stand nicht mehr an ihrem Platz, auch der Nussbaum war verschwunden, nur einige der Apfelbäume kämpften gegen die Witterung, die meisten grau, vertrocknet und unbelaubt. Ein Fliederbusch war noch da, ein einzelner, übrig geblieben aus der dichten Fliederhecke von einst, und seine Äste peitschten nass gegen die Mauerreste, die das Grundstück von der Brache trennten, auf der damals das Haus der Nachbarin gestanden hatte, in die er als Junge – er lächelte, ohne es zu merken – heimlich verliebt gewesen war.

Harald strich sich das Wasser aus dem Gesicht, stützte sich schwer auf seinen Gehstock und mühte sich durch den Matsch zurück zur gepflasterten Straße, auf der er sein luxuriöses Wohnmobil abgestellt hatte,  mit dem er seit Hermines Tod allein durch die Weiten Europas fuhr, weil er nicht irgendwo daheim im Bett nicht mehr aufwachen wollte, wo es noch unwahrscheinlicher war, dass ihn jemand fand, als auf irgendeinem Parkplatz an der Straße eines einsamen Weilers. Er wusste nicht, ob es damals richtig gewesen war, den Ort zu verlassen, an dem er groß geworden war, aber er wusste, dass er nie wieder zurückkommen konnte (oder wollte), dass es niemals ein Zurück gab, weil nichts so blieb, wie es gewesen war, und weil das, woran er sich erinnerte, dieser Mix aus Zeit und Ort und Menschen, nur in seinem Kopf existierte, schöner und klarer und blauer und wärmer und lebendiger und jünger, und dort, in seinen Gedanken, genauso bleiben würde, wie es war, solange er lebte.

(Mit einem Dankeschön für ihre Schreibeinladung an Christiane und für die aktuelle Wortspende an Petra Schuseil. Die drei Wörter, die zu zehn Sätzen zu verbinden waren, lauteten diesmal „Pimpinelle, stürmisch und glucksen“.)

Schicksalsstadt

Oh, wie Elly den rheinischen Dialekt hasste, diesen widerlichen Singsang, die „Pänz“ und die „Veedel“ und den „Zoch“ und das „Piddeln“ und – iiiih! Sie hatte fast einen Ohnmachtsanfall bekommen, als Markus ihr von dem Job berichtete, dem tollen Job, dem Job seines Lebens, den er in Köln – ausgerechnet Bananenkuchen – angenommen hatte. Wieder einmal würde sie also ins Rheinland ziehen müssen, eine Gegend, die sie einfach nur mit Niederlagen verband, eine Region, in die sie immer genau dann gezwungen wurde, wenn sie sich anderswo gerade ein gemütliches Sein gebaut und eben erst begonnen hatte, die Früchte ihrer mühsamen Aufbauarbeit zu genießen.

So wie damals in Hamburg, als sie ihren kleinen Sohn bei ihrer Schwester in Tagespflege untergebracht hatte, um weiter ihrer Arbeit als Bauingenieurin nachgehen zu können, damals, als sie in die Nähe ihrer Eltern gezogen war, damit ihr kürzlich verwitweter Vater ihre Schwester bei der Tagespflege unterstützen und gleichzeitig eine neue Aufgabe für sich selbst finden konnte. Alles schien perfekt, bis ihre Chefin ihr mitteilte, dass der Firmensitz nach Köln verlegt worden war, und sie vor die Wahl stellte, mitzuziehen oder arbeitslos zu werden, was keine Wahl darstellte, weil sie Johannes allein erzog und schließlich von etwas leben musste.

Oder damals, als in Rosenheim ihr Ingenieurbüro gerade aus den Miesen kam und das kleine Häuschen seit wenigen Monaten fertig war, das sie für sich und ihren Sohn erworben hatte und ihre beiden Hauptkunden absprangen, weil der eine davon seine Tätigkeit nach Düsseldorf und der andere nach Bonn verlagerte. Beide waren an ihren Diensten weiterhin interessiert, wollten sie aber mehr in ihrer Nähe haben, und so vermietete sie das Häuschen in Rosenheim, zog selbst zähneknirschend mit ihrem Jungen in eine Mietwohnung in Brühl bei Köln, meldete ihn in einer Privatschule an, damit er diesen hässlichen Dialekt nicht lernen musste und erlebte hilflos, dass er ihn auf der Straße trotzdem anwandte.

Und jetzt, nachdem Johannes aus dem Haus war (er hatte in Bonn eine Frau gefunden und sie vor sechs Jahren in Köln geheiratet) und sie in Leipzig so gut Fuß gefasst hatte, jetzt, nachdem sie sich mit Markus, ihrem neuen Partner, in der Loftwohnung an der Weißen Elster genüsslich auf ihren Lebensabend vorbereitete, jetzt kam dieses Angebot aus Köln. Sie fühlte sich angeschwindelt, angekohlt vom Leben, irgendwie auch von Markus und sogar von Johannes, der doch wirklich nichts dafür konnte.

Aber obwohl sie sich selbst dafür verachtete, würde sie auch diesmal mit umziehen, weil sie Markus liebte und weil er nach diesem Job nicht nur gesucht hatte, um sich selbst einen Lebenstraum zu erfüllen, sondern vor allem, um ihr die Möglichkeit zu geben, ihre zwei Enkelkinder aus nächster Nähe aufwachsen zu sehen, was sie sich wünschte, seit der älteste Junge vor fünf Jahren zur Welt gekommen war, und vielleicht, hoffte sie, war Köln ja doch nicht so schrecklich, wie sie es in Erinnerung hatte.

(Mit einem Dankeschön an Christiane und Bernd für ihre Schreibeinladung und Wortspende zu dieser abc-Etüde in 10 Sätzen mit den Wörtern „Ohnmachtsanfall, angekohlt, piddeln“.)

 

Eine Provokation zu viel

„Mit ‚knallvergnügt‘ meinst du ’stinkbesoffen‘.“ Simone sagte es ganz ruhig, nicht vorwurfsvoll, auch nicht traurig, und drehte sich nicht einmal zu Jean-Marc um, während sie die Tulpen in der viel zu schweren Kristallvase arrangierte. Jean-Marc hasste Simone für diese Ruhe, diese Gleichgültigkeit, er hasste auch die verdammten Tulpen und Simones widerliche Kristallvase, die sie aus ihrem Geburtsland mitgebracht hatte, damals, vor zehn oder zwölf Jahren, als sie mit ihren Eltern und Geschwistern ausgewandert war, lange nach dem EU-Beitritt dieses ihres Herkunftslandes. Er merkte sich nie, welches Land das war – Bulgarien, Rumänien, Ungarn oder sonst einer dieser unzivilisierten Staaten im östlichen Europa, die er nie im Leben freiwillig besuchen würde.

„Auf deine Scheißkommentare kann ich verzichten“, lallte er in die Rippen seines Unterhemdes, während er es sich über den Kopf zog, ohne die Bierflasche aus der Hand zu legen.

Er wusste nicht, ob Simone seine Antwort gehört hatte, und es war ihm auch egal, die ganze Simone war ihm egal, ihre knallsaubere und knallaufgeräumte Wohnung, ihre knallnüchternen Freundinnen und Verwandten, die samt und sonders schon beim Rauch einer einzigen Zigarette die Nasen rümpften und pikiert schwiegen, wenn Jean-Marc versuchte, mit Simones Vater oder Bruder oder Vetter über wirklich spannende Themen wie Fußball oder Autos zu diskutieren, schnelle Autos, am liebsten knallrote, mit unendlich vielen PS unter der Haube und offenem Verdeck. Simones männliche Verwandte waren so langweilig wie sie, rauchten nie, tranken nicht, bevorzugten Marathonlauf und fuhren mit der Straßenbahn.

Hatte ihn damals ihr Blondhaar gereizt, das sie inzwischen schwarz hatte nachwachsen lassen, oder ihr Busen, der mittlerweile schlaff in Richtung Magen hing, hatte er sie nur beschützen wollen, weil sie so klein und zierlich aussah, wollte er vor allem vor den Kumpels mit ihr angeben, oder was, verdammich, hatte er sich dabei gedacht, als er mit ihr angebändelt hatte?

„Ich komme jedenfalls nicht mit zu deiner Fußballerfeier“, sagte sie so freundlich-neutral, dass er sie hätte schlagen mögen, was er noch nie getan hatte und niemals tun würde, nicht einmal in volltrunkenem Zustand, „du weißt genau, dass ich zum Fünfjahres-Jubiläum meiner Spezialmaschinenhandlung für heute die halbe Stadt eingeladen habe, seit Wochen reden wir davon, auch wenn ich nicht erwarte, dass du mich begleitest.“

Das war, fand Jean-Marc, eine Provokation zu viel von diesem eingebildeten Weib, und so kramte er mit unsicheren Wurstfingern (nicht jeder konnte schließlich das Zeug zu einem Pianisten haben wie Simones Vater) ihren Wohnungsschlüssel aus der Tasche seiner verbeulten Trainingshose, schmiss ihr ihn vor die Füße und verließ sie grußlos, nicht ohne die Wohnungstür so schwungvoll zukrachen zu lassen, wie sein schwankender Körper es zuließ.

(Mit Dank an Christiane und Anna-Lena, von der als Schreibanreiz diesmal die drei Wörter „Unterhemd“, „knallvergnügt“ und „verzichten“ gespendet wurden, die wie immer in zehn Sätzen zu verarbeiten waren.)

 

 

Abschiedsbesuch

Das einundachtzigjährige Brautkleid sah so unmodern aus, wie es seinem Alter entsprach, die Plastikhülle war verstaubt, was kein Wunder war, da es seit fünfzehn Jahren in einer Ecke zwischen Spind und Wand eingeklemmt im Pflegeheimzimmer hing, hinter einem grünblauen Duschvorhang, höchstens viermal im Jahr notdürftig gereinigt von der Putzkolonne, die von Annemaries Mutter dafür jedesmal zum Teufel gewünscht wurde; Annemarie hätte das Kleid für vergilbt gehalten, wenn sie nicht gewusst hätte, dass es immer schon diese Farbe hatte, die ihre Mutter „schlüsselblumengelb“ nannte und über alles liebte, umso mehr, als ihr Vater sie schon lange nicht mehr leiden konnte.

Annemarie erinnerte sich noch an die späten Februartage ihrer Kindheit, weit weg von hier, in dem kleinen Dorf bei Maribor, in dem sie aufgewachsen war, sah die Abende vor sich, wenn ihr Vater von der Schafweide heimkam und der Mutter einen ersten Strauß Schlüsselblumen mitbrachte, und sie erinnerte sich auch, wann das aufgehört hatte und warum, da war dieser Versicherungsvertreter, der irgendwann zu oft die Nachmittage bei ihrer Mutter verbrachte, wenn ihr Vater mal wieder bis in die Nacht hinein außer Haus war, und dann der Krach, wenn der Vater endlich durch die hintere Tür ins Wohnzimmer angetorkelt kam, das zugleich Esszimmer und Arbeitszimmer und Schlafzimmer und Kinderzimmer war; Annemarie wusste nicht, ob das vor oder nach dem Versicherungsvertreter anfing, dieses Torkeln, nie sprachen ihre Eltern mit ihr darüber, sie fragte auch nie danach, aber sie wusste, dass sie sich ganz tief ins Bett verkriechen musste, gekuschelt an ihren Bruder Fritz, wenn es wieder soweit war, weil sie irgendwie an der Situation schuld zu sein schienen, weil beide Eltern sie schimpften, was auch immer sie taten, außer zu schlafen.

Nein, Annemarie hatte nicht gewusst, dass es dieses Brautkleid noch gab, mit dem sie als kleines Mädchen einmal heimlich gespielt hatte, wofür es eine so saftige Strafe gab, dass sie heute noch, inzwischen selbst achtzig Jahre alt, ihren Rücken und ihr Hinterteil schmerzhaft zu spüren meinte. Sie hatte sich als junges Mädchen nicht gewünscht, dieses Brautkleid selbst zu tragen, weil ihre Lieblingsfarbe Rosé war, nicht Schlüsselblumengelb, und sie hatte bei ihrer Heirat kein wirkliches Brautkleid gehabt, nur einen bunten Sommerrock mit einer weißen Bluse und einem breiten schwarzen Gürtel, denn sie fand, als ledige Mutter einer fünfjährigen Tochter stehe ihr ein Brautkleid nicht zu, weil die Sitten und Ansprüche damals andere waren als heute, obwohl der Bräutigam der leibliche Vater ihrer Tochter und lebenslang ihr einziger Partner war und blieb.

Ihre Mutter, deren verkorkste Ehe tatsächlich 70 Jahre hielt, bis zum Herztod ihres Vaters, und das trotz des Versicherungsvertreters, der 29 Jahre davon begleitete, ehe er starb, hatte sich für Annemaries nichteheliches Kind geschämt, weil die Nachbarinnen darüber tuschelten, sie hatte es nicht bei sich sehen wollen, dieses Kind der Schande, denn Diskretion ging ihr über alles, und von dem Versicherungsvertreter wusste niemand außer Annemarie, ihrem Bruder Fritz – Gott sei seiner Seele gnädig – und ihrem Vater, und sie hatte Annemarie vergeblich zu einer heimlichen Abtreibung zu drängen versucht.

Nicht auszudenken, wenn es Erika, Annemaries einziges Kind, nicht gegeben hätte, und dazu Erikas Töchter, Andrea und Franziska, die beide inzwischen eigene Kinder hatten, zwei kleine Jungen, die den Kindergarten besuchten und zwei kleine Mädchen, von denen das eine gerade kriechen lernte und das andere sich mit ersten eigenen Schrittchen abmühte, Annemarie war bestens über die Urenkel informiert, denn sie war eine moderne Frau mit Internetanschluss, und Erika schickte ihr regelmäßig digitale Fotos und Filmchen von den Kleinen.

Ins Pflegeheim war sie nicht oft gekommen, denn einerseits konnte sie auf das Zetern und Nörgeln ihrer Mutter immer gut verzichten, einer Mutter, die Annemarie bis zuletzt – und ohne Unterbrechung – behandelte wie eine aufsässige Vierzehnjährige, und andererseits war der Weg dahin weit und beschwerlich, weil die Mutter darauf bestanden hatte, ihre letzten Monate, die sich schließlich zu fünfzehn Jahren summierten, in Slowenien zu verbringen, das sie „Heimat“ nannte, was Annemarie, mit zwölf Jahren von dort auf die schwäbische Alb verpflanzt, nie verstehen konnte.

Angewidert drehte sie das hässliche slowenische Krüglein in den Händen, betrachtete den feuerspeienden Drachen auf dem Wehrturm zwischen den schlüsselblumengelben und dunkelblauen, ineinander verschlungenen Ornamenten auf cremefarbenem Grund, ein Tonkrüglein, aus dem die Mutter ihr früher die Milch in die Steinguttasse geleert hatte, abgekochte Milch mit ekelhafter Haut darauf, die Annemarie und Fritz nicht ablehnen durften, obwohl sie ihnen jedesmal Brechreiz verursachte. Daneben stand die Urne mit der Asche der Mutter, die Annemarie per Postpaket an ihren Wohnort schicken würde, obwohl sie nicht wusste, ob das im Sinn ihrer Mutter wäre oder ob Erika und ihre Kinder und Enkel irgendeinen Wert darauf legten, dass die Ahne im selben Grab bestattet würde wie Annemaries Vater und Annemaries Ehemann, zumal niemand außer Annemarie selbst in dem schwäbischen Dorf wohnte, zu dem der Friedhof gehörte, aber irgendwie war diese Hunderteinjährige halt doch ihre Mutter gewesen.

Annemarie sah aus dem Fenster des Pflegeheimzimmers in die trübe Februarlandschaft hinaus, die Wolken hingen tief, die Regentropfen trommelten ans beschlagene Glas, ab und zu graupelte es weißgrau, und der Sturm zerrte an den schwarzgerippten Parkbäumen, sodass sie wirklich froh war, ihren Studienfreund Erich mitgebracht zu haben, mit dem sie in Ruhe besseres Rückreisewetter abwarten und ein ganz klein wenig so etwas wie Urlaub genießen konnte.

(Mit einem lieben Dank an Christiane, die diesmal meine eigene Wortspende „Krüglein, schlüsselblumengelb, graupeln“ als Schreibanreiz für das Verwenden von drei Wörtern in zehn Sätzen weitergeleitet hat.)

 

nichts

eine blume ohne wurzeln ohne licht

eine blume ohne wasser und allein

irgendwo ein brunnen wasservoll

irgendwo ein rundbeet ohne blume

und der dunkelkristallblaue himmel

die schneeigen wolken über schwarzem sand

das nichts