Archiv der Kategorie: Lustige Geschichten

Die Faltkünstlerin

Papiertiger, Papierflieger und Blumen aus Papier.

Papierschiffchen, Papiervögel und sonst noch manches Tier.

Sie faltete mit viel Geduld, fast alles glückte ihr.

 

Sie wurde dafür ausgelacht, statt dass sie wer empfahl.

Belanglos sei, was sie da macht, belanglos und banal.

Ein Plätschern nur sei ihre Kunst, zu winzig und zu heiter,

Kein Grund für Förderung und Gunst.

 

Sie machte trotzdem weiter.

 

(Danke an Christiane, die diese abc-Etüden betreut, und an Donka, die diesmal die Reizwörter – Papiertiger, belanglos, plätschern – gespendet hat. Wie immer waren die 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern zu einem sinnvollen Text zu verbinden.)

Ein Schloss für den Affenkasten

Mit Affen hatte der Affenkasten, den Christl mit einem wütenden Stoß verschloss, absolut nichts zu tun. Höchstens mit Maulaffen, einem Begriff, der mit Mauloffen besser umschrieben wäre.

Benhards Affenkasten war eine offene Truhe, oder besser, eine Truhe, die nach Meinung von Bernhard offen zu sein und offen zu bleiben hatte. Eine hässliche Truhe in einem Blauton, den Christl verächtlich „elektrischblau“ nannte, nicht ohne Grund, denn Bernhard bewahrte darin seine ganzen verdammten Kabel, Batterien, Glühbirnen, Mehrfachsteckdosen, Akkus, Energiesparlampen, Unterputz-Steckdosen, Schalterabdeckungen und weiß-der-liebe-Himmel-was-noch-für-bescheuerte-Dinge auf.

Wie Christl diesen widerlichen Baumarktkram hasste, samt dem elektrischblauen Offenkasten und dem Mauloffen, der Bernhard hieß und der bald janken und jaulen würde wie ein kleiner Hund, wenn er feststellen musste, dass sie seine gesamte doofe Sammlung in den Sammelbehälter für Elektroschrott gekippt hatte! Leer war er jetzt, der Offenkasten, und geschlossen war er außerdem, und genüsslich schraubte Christl das neue Schloss an den Deckel, das sie bei ihrem letzten Besuch im Baumarkt erworben hatte.

Bei ihrem allerletzten Besuch im Baumarkt.

Nie wieder würde sie diesen ekligen Laden betreten, in dem sie Bernhard mit Jonathan erwischt hatte, hinter der Regalwand mit den Wandfarben, in enger Umarmung, die vier Männerlippen saugend aufeinander gepresst, die vier behaarten Pranken über unausprechliche Körperpartien streifend.

Deshalb also war ihr Mann immer wieder in den Baumarkt gerannt!

Sie drehte den Schlüssel in dem neuen Schloss herum, steckte ihn in die Hosentasche, schnappte sich den Doppelbuggy mit ihren Zwillingen und verließ die Ehewohnung.

(Mit einem Dankeschön an Christiane für die Einladung zu den abc-Etüden der 3 Wörter in 10 Sätzen und an dergl, die Wortspenderin der 22. Woche. Die Wörter waren diesmal „Affenkasten, elektrischblau, janken“. Ja, ich weiß, ich bin zu spät dran, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.)

Abgereist: Misi und der Nopupa

Misi, der Reisefrosch, der seit dem 8. Januar hier zu Besuch war, ist gestern abgereist. Und nicht genug damit: Er hat Nopupa mitgenommen, das Quatschwörter-Wesen, das zu Sätzen wie „kanater mögert nibist, maniger harst Kunaka“ neigt. Misi war ein wenig traurig, dass die schöne Hüpferei auf meinem Bett mit seinem neuen Freund Bepampam, dem Hüpfewesen, nun vorbei sein soll. Denn bei Frau Holle, wo er zu Hause ist, darf er definitiv nicht am Bett herumhüpfen.

Damit hat sich Bepampam etwas getröstet darüber, dass ich ihm den Gegenbesuch bei Misi verweigert habe. Ich brauche nämlich den Bepampam, er ist dazu da, mich aufzuheitern, wenn mich der Kummer packt. Das ist zwar nicht mehr so oft der Fall wie vor zweieinhalb Jahren, als mein Mann gestorben ist, aber es kommt immer wieder vor. Dann ist Bepampam da, und das ist besser als Schokolade oder Birnenschnaps, denn es macht weder dick noch süchtig. Wobei ich Birnenschnaps sowieso nicht trinke, aber sei’s drum.

Die anderen Anstell-Wesen, das Babymonster und der kleine Dino mit den Stacheln am Rücken und dem bösen Gesicht, das Gespenst ohne Augen und der Bagrami, der mit Vorliebe Bauklötzchen durch die Gegend wirft, waren ziemlich enttäuscht, dass meine Wahl auf den Nopupa gefallen ist. Musste aber sein. Babymonster sind im IGE (InternetGestaltenExpress) fehl am Platz, ihr Geschrei würde die Mitreisenden zum Wahnsinn treiben, und niemand hätte Monster-Mamamilch genug, sie zu beruhigen. Zumal Babymonster dafür ihre Monstermama brauchen und keineswegs mit der Flasche zufriedenzustellen sind. Der kleine Dino ist, wenn er anfängt, grün zu leuchten, weil er Hunger hat, eine Gefahr für die Füßchen aller Anwesenden, die er am liebsten sofort anknabbern würde, das Gespenst ist leider zu sichtbar für den IGE, da es aus einem Seidentaschentuch mit Styroporkopf besteht, und der Bagrami ist  noch zu klein, um zu begreifen, dass er mit seiner Bauklötzchen-Wurfmanie andere verletzen könnte.

Misi wollte aber unbedingt eines meiner Anstell-Wesen zu einem Gegenbesuch mitnehmen, so blieb nur der Nopupa übrig. Er ist meistens vernünftig, und sein Quatsch beschränkt sich auf das Erfinden unsinniger Wörter und Sätze. Damit mag er einen ganzen IGE voller Internet-Gestalten nerven bis zum Geht-nicht-mehr, aber er verletzt wenigstens niemanden, weder andere noch sich selbst, und ich habe versucht, ihm einzuschärfen, dass er auf der Fahrt und während des Besuchs brav sein soll. Er kann sich ja durchaus auf Deutsch (und auch auf Englisch, bei Bedarf) verständigen, wenn er will, es macht ihm nur keinen so großen Spaß.

Seit Misi und der Nopupa weg sind, kommt mir meine Wohnung erstaunlich ruhig vor. Mein Bett sieht fast glatt aus, weil der Bepampam nur ganz bisschen darauf herumgehüpft ist.

„Ohne den Misi ist das nicht lustig“, mault er.

Der Bagrami hockt vor den Bauklötzchen und starrt sie nur an, ohne damit zu werfen.

„Ohne den Misi ist das nicht lustig“, beschwert er sich.

Das Gespenst ohne Augen habe ich heute noch gar nicht gesehen. Es ist einfach in seiner Spielzeugkiste geblieben und scheint zu schlafen.

Der kleine Dino liegt satt und grau und zusammengerollt am Balkon neben der Blumenerde und sagt nicht Mack und nicht Muh.

Als ich ihm die Tür öffne, damit er ins Warme kommen kann, sieht er mich schmollend an:

„Ohne den Misi …“

„Ohne den Misi ist es nicht lustig?“, frage ich. Er nickt nur und antwortet nicht.

Fast finde ich es langweilig hier, wenn es so still ist, denke ich gerade.

Bis ich dieses leise Wimmern wahrnehme, mit dem das Babymonster seine Heulattacken einzuleiten pflegt.

Oh nein! Hoffentlich dauert das nicht an, bis der Nopupa wieder da ist!

Aber wie auch immer: Ich wünsche Misi und dem Nopupa eine gute Reise und dem Nopupa ganz viel Spaß bei seinem ersten Abenteuer als (fast) alleinreisendes Anstell-Wesen.

 

Misi und die Anstell-Wesen

Der Reisefrosch Misi, wohnhaft bei Frau Holle am Regenbogen, ist jetzt schon seit zwölf Tagen bei uns zu Gast, seit dem 8. Januar. Ich war sehr gespannt auf seinen Besuch, und noch gespannter waren meine Anstell-Wesen, die meine Enkeltochter Mira sich ausgedacht hat, und die seither Mitbewohnende meiner Wohnung sind. Misi, der Reisefrosch, passt ausnehmend gut hierher, wie wir alle schnell festgestellt haben. Deshalb sind wir traurig, dass er am Montag wieder abreisen will. Zurück zu Frau Holle. Weil er bisher keine neue Einladung erhalten habe. Aber er freue sich natürlich auch auf zu Hause.

Seit zwölf Tage ist hier pausenlos Rabbatz angesagt, die Anstell-Wesen hüpfen mit Misi um die Wette herum und reden Quatsch und werfen mit Bauklötzchen und verzehren nebenher Schokolade und Weihnachtsgebäckreste, rennen durch die Wohnung, werfen krachend die Türen zu, schieben Möbel hin und her (die meisten meiner Möbel haben Rollen, das finde ich praktisch). So wild treiben sie es, dass ich gar nicht zum Schreiben gekommen bin. Zumal mein Muser sich immer noch auf den Kanarischen Inseln (ich weiß nicht einmal genau wo) die Sonne auf den Bauch brennen lässt und mir kein bisschen hilft.

Misi macht bei allem mit, was meine mehr oder weniger unsichtbaren Wesen anstellen, und es sind wirklich Anstell-Wesen, da hat meine dreijährige Enkeltochter recht. Mira kennt sich mit Anstell-Wesen aus, denn sie ist selbst eine Anstell-Mira, gibt sie freimütig zu. Am liebsten würde sie den ganzen Tag auf dem Omabett herumhüpfen wie Bepampam, das Hüpfewesen, das sie sich eigens zu diesem Zweck erfunden hat. Nun ja, nicht ganz zu diesem Zweck. Eigentlich ist Bepampam dazu gedacht, die Oma (also mich) aufzuheitern, wenn sie mal wieder zu viel an den Opa denkt, der gestorben ist.

Bepampam leistet mir Gesellschaft, wenn Mira daheim bei Mama und Papa und dem Brüderchen oder im Kindergarten ist. Und er hüpft durch die Wohnung, über die Möbel, auf den Stühlen, auf dem Tisch und – besonders gern – auf dem Bett. Weil das so schön federt. Normalerweise hüpft er da allein herum, denn die anderen Anstell-Wesen (Bagrami und Nopupa, der kleine Dinosaurier mit den Stacheln am Rücken und dem bösen Gesicht, das Babymonster und das Gespenst ohne Stacheln und ohne Augen) sind keine Hüpfewesen.

Aber im Augenblick gibt es kein Normalerweise, denn Misi ist da, und Misi, daran ist nicht zu rütteln, IST ein Hüpfewesen. Definitiv. Mein Bett sieht aus, als hätte der Orkan Friederike darin gewütet. Misi und Bepampam haben es fertiggebracht, dass auch Bagrami und der Nopupa den Spaß am Betthüpfen entdeckt haben. Wenn ich versuche, sie zu beruhigen, schreien sie nach „Trostschokolade“, weil es so wehtut, nicht hüpfen zu dürfen. Und wenn ich nicht bereit bin, ihnen das zehnte Stück Trostschokolade aus dem Kühlschrank zu holen, engagieren sie den kleinen Dino, das Babymonster und das Gespenst ohne Augen als Helferlein.

Obwohl sie sonst vor den dreien nicht ganz zu Unrecht ein bisschen Angst haben. Vor allem der kleine Dinosaurier mit dem bösen Gesicht und den Stacheln am Rücken ist ein gefährlicher Patron, wenn er hungrig ist. Er mag nämlich keine Schokolade, sondern Füßchen. Miras Füßchen, die Füßchen vom Brüderchen, die Füßchen vom Bepampam, die Füßchen vom Nopupa, die Füßchen vom Bagrami und, ja, auch die Füßchen vom Misi! Mira und die Anstell-Wesen wissen das und hüten sich vor dem Dino, wann immer er grün leuchtet, denn das zeigt an, dass er nach etwas Essbarem sucht.

Nur der arme Misi konnte die Zeichen nicht richtig deuten und spielte mit dem grün leuchtenden Dino Plumps-ins-Loch, ein Spiel, bei dem die Wesen versuchen müssen, nicht in die Schüssel zu fallen, in der die Puppen gebadet werden. Sie rennen um die Schüssel herum und stellen sie einander in den Weg, und wer zuerst hineinfällt, hat verloren, aber alle, auch der Verlierer in der Schüssel, lachen sich kaputt darüber. Es sei denn – ja, es sei denn, der kleine Dino ist mit von der Partie und leuchtet grün. Gleich am zweiten Tag von Misis Besuch war das der Fall. Es fiel Misi nicht auf, dass er plötzlich völlig allein mit dem Dino spielte, und da er die Gegebenheiten noch nicht gut kannte, fiel er sehr schnell in die Schüssel, die der Dino ihm in den Weg stellte.

Ich war gerade im Omazimmer, in dem ich zu arbeiten pflege, als es passierte, und wähnte meine Wesen friedlich miteinander spielend. Es klang alles vergnügt und fröhlich im Spielzimmer nebenan. Meine Enkeltochter war im Kindergarten, ihr Brüderchen bei seiner Mama, der Dino, dachte ich, in sicherer Verwahrung am Balkon, wo es keine Füßchen gibt, sondern nur Blumenerde, die er ersatzweise auch gern frisst. Aber plötzlich hörte ich einen spitzen Schrei, mehrstimmig, es rumpelte, etwas schleifte über den Boden …

„Dino, hinaus mit dir! Dino, du kannst doch nicht unserem Misi die Füßchen anknabbern! Weg mit dir!“

Das waren die Stimmen vom Bepampam, der so gut wie nie spricht, vom Nopupa, der meist unverständliche Quatschwörter benutzt und vom Bagrami, der lieber mit Bauklötzchen als mit Redewendungen um sich wirft. Alarmiert rannte ich, so schnell eine Oma rennen kann, ins Nebenzimmer und sah mir die Bescherung an. Misi hockte blassgrün und in einer Art Schockstarre in der Schüssel, der kleine Dino, leuchtend grün vor Hunger, klapperte mit den Zähnen und zischte mit bösem Gesicht immer wieder „Füßchen! Füßchen fressen!“, Bepampam hockte in einer Ecke des Omabettes und bewegte sich nicht. Bagrami und Nopupa hielten sich an der offenen Balkontür fest, während das Babymonster und das Gespenst ohne Augen den Dino hinauszerrten und die Balkontür wieder schlossen.

„Misi war schuld!“, sagte das kleine Gespenst. „Er hat den Dino hereingelassen, weil es draußen so kalt war.“

„Nein“, sagte der Bepampam, „Misi kann doch die Klinke gar nicht bedienen. Das Gespenst hat ihm geholfen.“

„Nur weil das Babymonster gesagt hat, der Dino sei nicht hungrig“, wehrte sich das Gespenst, das recht weiß um die Nase war (es ist die einzige der Anstell-Wesen, die ich als zuständige Menschin sehen kann, weil es einen Kopf aus Styropor und einen Körper aus einen Seidentaschentuch besitzt).

„Wenn Mira zu Besuch kommt, wird sie euch alle schimpfen“, drohte ich. „Den Dino hereinlassen! Was habt ihr euch dabei gedacht!“

„B-b-bleibt e-er j-jetzt d-draußen?“, fragte Misi ängstlich.

„Ja!“, riefen die anderen im Chor und halfen dem Reisefrosch auf die Beine. Kurz darauf drückten sie sich die Nasen an der Balkontür platt und beobachteten, wie der kleine Dino grummelnd Blumenerde fraß, bis er sich grau und gesättigt zusammenrollte, um einzuschlafen.

Seither ist er nur noch bei den Spielchen dabei, wenn er grau ist, denn Misi hat seine Lektion gelernt, und auch das Gespenst und das Babymonster werden nach Miras Strafpredigt und dem dreistündigen Schokoladenentzug sicher nicht so bald wieder die Balkontür zur Unzeit öffnen.

Gerade spielen sie übrigens alle mit Miras Bauklötzchen, jeder mit einer Tasse Spielschokolade neben sich, in Miras weihnachtsneuen Schokoladentässchen. Und ich habe mich ins Omazimmer geschlichen, um endlich diesen Besuchsbericht zu schreiben, solange Miras Mama mit Miras Brüderchen zu Besuch ist und auf die ganze Bagage aufpasst. Die lässt es bestimmt nicht zu, dass irgendwer irgendwem aus irgendeinem Grund die Füßchen abfrisst.

 

 

 

Urlaub für den Muser

Seit mein Muser sich mit Burnout-Symptomen auf die Kanarischen Inseln verabschiedet hat – Ausrede: er BRAUCHE den Urlaub, und ich müsse ihn bezahlen, ich sei schließlich schuld an seinem Zustand – ist mein vormals breiter und reißender Ideenstrom komplett versiegt. Nur noch ein leeres Flussbett erinnert daran, dass da mal etwas gewesen sein muss, das wohl doch nicht in meinem eigenen Kopf wohnte, wie ich immer dachte, sondern in demjenigen vom Muser, obwohl ich den Kerl bisher für total überflüssig gehalten habe.

„Du unterschätzt uns alle“, beschwert sich der Nopupa, eine Fantasiegestalt, die dem dreijährigen Kindergartenhirn meiner Enkelin entsprungen ist wie alle Fantasiewesen um mich her, vom Muser einmal abgesehen, aber der ist ja, wie gesagt, nicht mehr da, sondern auf den Kanaren, und das für unbestimmte Zeit (oder solange mein Geld für seine Erholungshöhle reicht).

Der Nopupa ist derjenige unter den Gespenstern und Monstern meiner Zwei-Zimmer-Wohnung, der den meisten Quatsch macht. Er erfindet Wörter wie Dumamo und mindieren und quamquompom und xinowasig und Klamidro, was dann so klingt als mindiere ein Dumamo quamquompom xinowasig ins Klamidro hinüber.

Das nervt den Bepampam tierisch, weil er es nicht versteht und weil SEINE Spezialität eher darin besteht, auf meinem Bett herumzuhüpfen, um mich aufzuheitern, denn schließlich hat meine Enkeltochter ihn eigens zu dem Zweck erfunden, dass er mir zur Seite stehe (oder eben hüpfe), wenn mich der Kummer packt, weil ihr Opa tot ist. Aber wenn es darum geht, sich unterschätzt zu fühlen, stimmt der Bepampam dem Nopupa augenblicklich zu.

„Ohne den Muser kannst du nicht mal einen simplen Weihnachtsstern klöppeln, geschweige denn eine gescheite Geschichte schreiben“, wirft er mir vor, und das stimmt auffällig, weil ich überhaupt gar nicht klöppeln kann, „und soviel ich den Muser verstanden habe, ist diese Börnhaut-Sache höchst langwierig, du musst also endlich mal selbst etwas tun!“

„Das sehe ich auch so“, meldet sich der kleine Dinosaurier mit dem bösen Gesicht und den Stacheln am Rücken, der sich am liebsten von Kinderfüßchen ernährt, wie meine Enkelin mir mehrere Male täglich versichert, wenn sie nicht allein auf Toilette gehen will, weil ihr der bösartige Dino im Bad auflauert, „also hurtig, hurtig, ab in dein Oma-Büro, Computer angemacht, und los geht’s!“

Ich schließe die Tür hinter mir, um endlich in Ruhe nachdenken zu können, ohne Quatschsätze und Bettgehüpfe, und frage mich ein wenig bange, ob der kleine Dinosaurier wohl auch MEINE Füße schmackhaft fände, wenn er es schaffte, in mein Oma-Büro zu kommen, beschließe, das unwahrscheinlich zu finden, weil meine Füße bestimmt zäh sind wie Sohlenleder, und drehe doch zur Sicherheit den Schlüssel zweimal um, auch wenn das ein Monstergespenst wie den kleinen Dino schwerlich am Eindringen hindern dürfte.

(Mit einem Dankeschön an Christiane für ihre Einladung zu den abc-Etüden, diesmal die mit den Wörtern „Flussbett“, „langwierig“, „klöppeln“, die wie immer in maximal 10 Sätzen unterzubringen waren. Sie stammen diesmal übrigens von „Frau Myriade“.)

Der erste Brief

„Gänse sind das, Gänse, mein Mädchen. G-ä-n-s-e. Gigaga machen die.“

„Giga.“

„Ja. Gi-ga-ga. Magst du es der Oma schreiben, dass wir die gesehen haben?“

„Sseiben.“

„Der Oma?“

„Oma. Oma sseiben!“

„Fein. Was schreiben wir noch?“

„Liebe Oma?“

„Genau. Liebe Oma – magst du es auch dem Opa schreiben?“

„Opa.“

„Gut. Liebe Oma, lieber Opa …“

„Wir haben Giga-giga-giga?“

„… Gänse gesehen, in der Pfütze vor unserem Küchenfenster …“

„Nein!“

„Nein? Was nein? Warum denn nicht? Da sind doch die Gänse, und es regnet, und sie baden in der Pfütze?“

„Nein. Will nicht!“

„Aber was willst du dann?“

„Liebe Oma …“

„… und lieber Opa?“

„… Opa …“

„Und dann?“

„Wir haben …“

„Wir haben?“

„Giga-giga-giga! Fättich aus! Von Mama und Maus.“

„Von Erika und Mama?“

„Sstimmt. Fättich aus. Ssumachen. Ssumachen und wegdamit!“

(Diese Geschichte entstand als Reizwortgeschichte während eines Schreibworkshops bei der Lektorin und Schreibtrainerin Maike Frie in Münster. Es gab mehrere Reizwörter, gewonnen aus einem Schreibspiel ähnlich dem Spiel „Stadt-Land-Fluss“. Die Wörter durften, mussten aber nicht alle verwendet werden. Ich wählte in diesem Fall das Wort „Gänse“.) 

Geheimnisvolle Auszeichnung

Die Bloggerin „Veronika“ alias „Frau Vro“ von „Vro jongliert“ hat mich für eine geheimnisvolle Auszeichnung vorgeschlagen (oder für einen Trostpreis für quasigeheime Blogs?), die auf gut Englisch „Mystery Blogger Award“ heißt.

Nun mag ich Kettenbriefe nicht, aber ich mag Frau Vro und ihre Blogbeiträge sehr, deshalb will ich mich ausnahmsweise an die Regeln halten, ehe ich mich daran mache, ihre Fragen zu beantworten.

Nämlich DIESE Fragen:

  • Hast du ein Lieblingszitat? Warum magst du ausgerechnet dieses so gern?
  • Was bringt dich zum Lachen?
  • Kannst du manchmal nicht schlafen? Und was tust du dann?
  • Niemand ist eine Insel. Zusammen sind wir weniger allein. – Sicher kennst du diese Buchtitel. Aber stimmt das auch?
  • Du kannst die Zeit zurückdrehen. Einmal nur. Und eine Entscheidung rückgängig machen. Bedenke, dass sich damit die Zukunft, also deine heutige Gegenwart ändert. Würdest du es tun?

Aber zunächst zu den Pflichten dieses Spielchens: Ich muss die

Spielregeln

auflisten („The Rules of the Award“), offenbar zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Na gut, wenn’s denn sein muss:

  1. Zunächst muss ich das Logo dieses Preises einbinden („Put the award logo/image on your blog“, heißt das übersetzt.Mystery Blogger Award
  2. Dann muss ich das eigentliche Regelwerk zitieren, oder auf gut Englisch: „List the rules.“
  3. Anschließend folgt mein (verlinkter) Dank an „Frau Vro“ von „Vro jongliert“ für die Nominierung (oder in verallgemeinerndem Englisch: „Thank whoever nominated you and provide a link to their blog“): Herzlichen Dank, liebe Veronika, dir und deiner Muse und den übrigen Gestalten deines kreativen Haushaltes, die ich allesamt sehr mag.
  4. Auch die Urheberin der Auszeichnung will genannt und verlinkt werden (es ist die Bloggerin Okoto Oke Enigma). Das ist jetzt mein „Mention the creator of the award and provide a link as well“.
  5. Jetzt wird’s schwierig: Ich soll euch drei geheime Dinge über mich erzählen („Tell your readers 3 things about yourself.“)
    Ui,
    ui,
    ui!
    Reicht das schon? Den Rest wisst ihr ja alle!
  6. Die Spannung steigt: An dieser Stelle muss ich zu den fünf Fragen von Frau Vro Farbe bekennen oder, ausländisch gesagt: Answer the 5 questions posed by the person which has nominated you.“

    Hast du ein Lieblingszitat? Warum magst du ausgerechnet dieses so gern?
    Eigentlich nicht. Und uneigentlich auch nicht. Ich bin nicht so die Zitate-Freak.
    Was bringt dich zum Lachen?
    Zum Lachen bringen mich die Heinzelfrau Rosalind, der Schweinehund, die Muse und der Lebens-Ernst nebst den anderen Gestalten von Frau Vro.
    Kannst du manchmal nicht schlafen? Und was tust du dann?
    Ich kann oft nicht schlafen, seit mein Mann tot ist. Dann liege ich wach und weine. Oder ich schreibe eine Kurzgeschichte.
    Niemand ist eine Insel. Zusammen sind wir weniger allein. – Sicher kennst du diese Buchtitel. Aber stimmt das auch?
    Hm. Das stimmt nur bedingt. „Wir“ sind nie allein, ich bin es immer, denn ein konsequentes „Wir“ gibt es nicht. Jede und jeder von „uns“ ist im Grunde allein, auch wenn „wir“ das manchmal gern vergessen, bei einem nebeneinander verzehrten Stück Torte oder einem Seite an Seite geschlürften Gläschen Holundersirup.
    Du kannst die Zeit zurückdrehen. Einmal nur. Und eine Entscheidung rückgängig machen. Bedenke, dass sich damit die Zukunft, also deine heutige Gegenwart ändert. Würdest du es tun?
    Ich weiß es nicht. Ich könnte die Konsequenzen so wenig abschätzen wie zur Zeit der ursprünglichen Entscheidung, denn ich weiß ja nur, was die damalige Wahl für Auswirkungen hatte. Meine Hilflosigkeit und Einflusslosigkeit blieben so oder anders bestehen. 
  7. Schwierig, schwierig: Der Kettenbriefeffekt schlägt zu. Ich  muss zehn bis zwanzig Blogs oder eigentlich Leute nennen, die ich nominiere („You have to nominate 10–20 people“). Und ich kenne doch so wenige, und ich fürchte, die, die ich kenne, sind alle schon viel bekannter als meinereine und haben die Auszeichnung schon lange in ihrer virtuellen Vitrine hängen. Also – ich bin niemandem böse, wenn er oder sie NICHT auf meine Nominierung reagiert und bitte alle, ihrerseits nicht böse zu sein, dass ich ihre Namen auf meine Liste setze. Oder eben nicht setze.

    Die Nominierten:

    https://achtsame-lebenskunst.de/
    http://www.aktive-rentner.de/
    http://altererostod.blogspot.de/
    https://big-mamas-welt.blogspot.de/
    https://claudiamainau.com/
    http://www.renate-wernet.com/blog/
    http://ein-rentner-und-drei-kameras.de/
    http://www.draufgaengerin.de/
    http://www.generation55plus.net/
    http://baustellenleben.blogspot.de/

  8. Hach, und jetzt  müssen die  Nominierten noch erfahren, dass ich sie nominiert habe: „Notify your nominees by commenting on their blog.“ Das artet ja in Arbeit aus! Mach ich nachher. Mach ich morgen. Ist schon so spät heute, und ich will unbedingt noch baden, denn mir ist kalt, und ich fühle mich einsam.
  9. Und dabei soll ich mir jetzt auch noch fünf Fragen für meine nominierten Blogbetreibenden ausdenken, eine davon soll zu allem Überfluss seltsam oder lustig sein: „Ask your nominees any 5 questions of your choice; with one weird or funny question (specify)“. Nun denn – folgt auch morgen, oder übermorgen, oder am Wochenende. Hauptsache, es folgt.
  10. Und damit kann ich bloggendes Dummie nun gar nichts anfangen: „Share a link to your best post(s) – Teile einen Link zu deinen besten Posts.“
    Hä? WAS, bitte, soll ich tun??? Das klingt böhmisch. Ich kann nicht Böhmisch. Ich bin nicht aus Böhmen. Sorry.
  11. Das war’s für heute. Nacharbeiten folgen in den nächsten Tagen.
  12. Gute Nacht!

Paradiesische Innovation

Eva und Maria hatten sich nicht getäuscht. Tatsächlich ließ Petrus, im Einvernehmen mit Adam und unter der tätigen Mithilfe von Noah, eine Honigpumpe ins Paradies einfliegen, ein riesiges Ding, das den Honig der politischen Korrektheit von der Erde pumpen sollte, weil im Paradies nach Meinung der drei männlichen Heiligen der bessere Platz dafür war. Petrus installierte eigenhändig das glitzernde Wunder der Technik, genau zwischen dem Baum der Erkenntnis und dem Baum des Lebens, und erklärte der Ersten Frau und der Mutter Gottes die Funktion in allen Einzelheiten:

„Hier fließt die Gerechtigkeit durch, dieser Schlauch führt die Chancengleichheit, und da seht ihr die Barmherzigkeit und die Gnade, also eine echte Innovation gegenüber dem Modell, das sie auf der Erde benutzen“, schwärmte der Schließer der Himmelspforte. „Die Pumpe ist ganz einfach zu bedienen, händisch, aber nicht allzu schwergängig, in einem Monat  oder spätestens in dreien habt sicherlich selbst ihr verstanden, wann ihr wohin drücken müsst, um die richtige Mischung zu erzeugen.“

„Als wenn wir Vollidiotinnen wären“, sagte die Erste Frau, als die Herren Heiligen sich umwandten, um wieder zu ihren Wolkenbänken zu gehen, wo wichtige und dringliche Musikarbeit an ihren Harfen und Posaunen auf sie wartete.

„Warum wusste ich das vorher?“, fragte die Mutter Gottes, „dass die so eine widerliche Maschine beschaffen würden, und dass die händisch zu bedienen ist?“

„Und zwar von uns“, stimmte Eva zu, „wie ich dir gleich gesagt habe.“

„Aber dass sie uns dann nicht mal zutrauen, dieses Monster korrekt zu bedienen, das ist schon mehr als fragwürdig“, schimpfte Maria, „das ist eine Beleidigung der heiligen weiblichen Intelligenz!“

„Du sagst es“, seufzte Eva, während sie die bunten Knöpfe betätigte, die alle fein säuberlich beschriftet waren und eine Fehlbedienung gar nicht zuließen, und schielte sehnsüchtig vom Baum der Erkenntnis zum Baum des Lebens hinüber, „ich wollte, mir fiele etwas ein, dass deinen Sohn und seinen Vater dazu bewegen könnte, uns bald wieder auszuweisen von hier.“

(Mit einem Dankeschön an Christiane für ihre Einladung zu den abc-Etüden, diesmal die Nummer 1 mit den Wörtern „Monat“, „fragwürdig“ und „gehen“, die wie immer in maximal 10 Sätzen unterzubringen waren. Es handelt sich um eine Fortsetzung meiner Maria-und-Petrus-Anekdoten.)

Gejagte Schnäppchenjägerin

Dass Birkenweiher seine besten Tage hinter sich hatte, konnte jede sehen, die in der Straßenbahn daran vorbeifuhr und froh war, nicht an einer der beiden Haltestellen aussteigen zu müssen, an denen alles trist und grau aussah, selbst die mit misslungenen Graffiti-Schriftzügen verzierten Reste der Plastikscheiben, die einmal Wartende auf der jetzt verrotteten Holzbank vor Sturm und Regen geschützt haben mochten. Keine Suburb mit gepflegten Vorgärtchen, keine Bungalowsiedlung für Schulleiter und kinderlose Fachhochschulprofessorinnen, keine Reihenhausanlage für beamtete Lehrerinnen und angestellte Handwerksmeister, eher eine aus dem Nichts hochgezogene Trabantenstadt ohne durchdachte Infrastruktur, eine Bleibe für Arbeitsuchende, Alleinerziehende und Immigrantinnen ohne anerkannte Berufsausbildung und allzu oft auch ohne Aufenthaltsgenehmigung. Einer dieser Orte, an denen Interpol immer gute Chancen hatte, fündig zu werden, wenn es galt, einen internationalen Haftbefehl zu vollstrecken.

Und hier, ausgerechnet hier, sollte es die Honigpumpe geben, die Mariella Heinemann bei Ebay ersteigert hatte, ein echtes Schnäppchen, eine Pumpe mit einem Neuwert von über 1700 Euro für jämmerliche 120 Lappen zum Selbstabholen, mit Barzahlung, dazu eine Vierwaben-Schleuder mit Freilaufantrieb und Rückdruckbremse für 40 Euro, ein Zweihand-Honig-Rührwerk für 20 Euro und noch einige weitere Kleinigkeiten für den Imkereibetrieb, die Heinemann und ihre Partnerin vom Bioladen dringend brauchten, während sich ihr ehemaliger Besitzer offenbar so schnell wie möglich von dem Zeug trennen wollte. Die ärmliche Gegend hatte Heinemann nicht viel ausgemacht, ehe sie ausgestiegen war, ein schmuddeliges Viertel, na ja, aber No-Go-Areas gab es nicht wirklich. Oder doch?

Der Typ im Kapuzenpulli in Flecktarn-Muster, der ihr jetzt schon seit einer Viertelstunde folgte und immer näher kam (die Haltestelle war leider weit weg von der Abholadresse), war ihr nicht geheuer mit dem schwarzen Bart, der ihm bis zum Gürtel reichte, dem undefinierbaren länglichen Gepäckstück über der Schulter (ein Musikinstrument konnte es sein, aber auch etwas anderes), dem gefährlich aussehenden Kampfhund (vielleicht eine Bulldogge) und den schweren Militärstiefeln, die rhythmisch auf den Asphaltgehweg trommelten, nur ab und zu unterbrochen von einem platschenden Geräusch, wenn ihr Besitzer durch eine der zahllosen Pfützen stapfte, die sich beim Regen letzte Nacht in den Schlaglöchern gesammelt hatten.

Heinemann versuchte, schneller auszuschreiten, aber der Typ beschleunigte seine Schritte ebenfalls und holte auf, sodass sie unwillkürlich an ihre Manteltasche fasste, um zu fühlen, ob die Geldbörse noch drin war. Wie elektrisiert blieb sie stehen, denn da war nichts zu spüren, auch nichts herauszukramen, als Heinemann die Tasche von innen nach außen drehte, da gab es einfach nichts mehr; die Börse mit sämtlichen Papieren, mit fünfhundert Euro in bar, mit zwei Scheck- und zwei Kreditkarten und nicht zuletzt mit dem Foto ihrer vierjährigen Enkeltochter war weg, und der finstere Typ holte Heinemann eben ein.

Sie hörte schon alle Engel im Himmel singen, als er abrupt eine Hand aus der Eingrifftasche seines Kapuzenpullis zog, ehe er sagte: „Gut, dass ich Sie noch erwische, obwohl Sie es offenbar so eilig haben, Sie haben nämlich eben in der Straßenbahn ihre Geldbörse verloren, und ich konnte Sie kaum einholen, um sie Ihnen wiederzugeben.“

(Mit einem Dankeschön an Christiane für ihre Einladung zu den abc-Etüden, diesmal die Nummer 3 mit den Wörtern „Interpol“, „Trabantenstadt“ und „Honigpumpe“, die wie immer in maximal 10 Sätzen unterzubringen waren.)

Mius-ärgere-mich

Rosa-grün, grün-rosa, rosa-grün – verdammt, Bens schrecklicher Kater Mius hatte wieder die ganze Wolle verwurschtelt.

Martin versuchte mühsam, die Fäden zu entwirren, die Mius beim Spiel mit den Knäueln so heillos ineinander gewirkt hatte.

„Warum kannst du nie aufpassen auf dein blödes Katzenvieh“, zischte er durch die Zähne, was sein Bruder natürlich nicht hören konnte, weil er gar nicht zuhause war, sondern sich irgendwo bei den Mädchen der Oberklasse herumtrieb, die heute Spinn-Abend hatten.

Wenn Martin seinem Bruder Ben nicht endlich mehr Achtsamkeit einbläuen konnte, würde das nie etwas werden mit der gemeinsamen Geschäftsidee, denn ein Woll- und Strickladen war schließlich etwas Ernsthafteres als das idiotische Gekicke am Hinterhof, dem Ben sich jeden Nachmittag mit Feuereifer widmete, wenn er nicht gerade, wie heute, eine attraktivere Einladung hatte.

Fußball und Mädels, etwas anderes hatte Ben nicht im Sinn, nicht mal Schule!

In Mathematik schrieb er von Fatima ab, in Physik von Heidelinde, in Chemie von Veronika, und die Aufsätze ließ er sich daheim von seinem Bruder und Geschäftspartner anfertigen.

Ein Schmarotzer war er, nichts weiter!

Aber ein Schmarotzer, der begnadet stricken konnte, das musste der brüderliche Neid ihm lassen.

Mützen und Handschuhe und Socken und Pullover und Mäntel und Kostüme und Hosen, und – trotzdem würde Martin ihm heute die Geschäftspartnerschaft kündigen, das mit Mius ging definitiv zu weit.

Aber dann kam Ben vom Spinn-Abend mit einer Bollerwagenladung voll handgesponnener Schafwolle wieder, und so verschob Martin die Kündigung auf die nächste Mius-ärgere-mich-Aktion.

(Mit einem Dankeschön an Christiane für ihre Einladung zu den abc-Etüden, diesmal die Nummer 3 mit den Wörtern „Achtsamkeit“, „rosa-grün“ und „verwurschteln“, die wie immer in maximal 10 Sätzen unterzubringen waren.)