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Herbstgefühle

Rosenblatt am Weg

An die Scheiben klopft der Regen,
und in Kürze wird es schnein,
und frau geht dem Sturm entgegen
und spürt nicht den Sonnenschein.

Gelbbraunes Blatt auf Kiesweg

Und frau fragt sich, wie die Welt es
schafft, sich weiterhin zu drehn,
fehlt doch einer jeder Mut und
jede Kraft, es zu verstehn.

Welkes Birkenblatt auf weißem Kies

Und frau summt sich leise Lieder
über Durchhalten und Pflicht,
und frau weiß, mensch sieht sich wieder.
Irgendwann. Oder auch nicht.

Totes, zerfleddertes Blatt auf buntem Kies

Und frau lächelt, und frau plaudert,
und frau schreibt und funktioniert.
Bis frau stehnbleibt und erschaudert
und von innen her erfriert.

Toter Tannenzweig auf Kies

Und frau weint und schreit und wütet.
Niemand merkt es einer an,
während frau die Enkel hütet,
was man leider nicht mehr kann.

Wandern im Oktoberregen

Aus den Pfützen spritzt der Regen
und prallt ab an einem Stein.
Und frau rennt dem Frost entgegen.
Niemals mehr wird Sommer sein.

(Copyright Text und Bilder: Elke Speidel)

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Regenlied

Platze, pletze, plotze, plutze, plitze,
es regnet auf den Spielplatz eine Pfütze,
der Baum beguckt am Gehweg sich sein Spiegelbild,
mein Sandeleimer ist mit Wasser halb gefüllt …
Und ICH darf nicht raus
aus dem Haus!
Das find ich fies.
Wo ich den Regen doch so genieß!

Platze, pletze, plitze, plotze, plutze,
mein Regenmantel hat eine Kapuze,
und meine Gummistiefel mit dem grünen Stern
hab ich vom Papa, und ich mag sie schrecklich gern.
Doch ich darf nicht raus
aus dem Haus.
Das find ich fies.
Wo ich den Regen doch so genieß!

Pletze, plitze, plotze, plutze, platze,
ich schneide meiner Puppe eine Glatze,
den Spielzeugbagger schmeiß ich an der Wand kaputt,
ich hab ganz einfach eine riesengroße Wut.
Denn ich darf nicht raus
aus dem Haus.
Das find ich fies.
Wo ich den Regen doch so genieß!

Platze, pletze, plitze, plutze, plotze,
jetzt ist der Papa sauer, weil ich trotze,
die Mama macht ihr „Du-bist-aber-bös“-Gesicht,
WARUM ich bös bin, das verstehn die beiden nicht.
Ich darf doch nicht raus
aus dem Haus!
Das find ich fies.
Wo ich den Regen doch so genieß!

Platze, plitze, plotze, plutze, pletze,
wie Perlenschleier sind die Spinnennetze,
und wie ein Bär patscht Papa durch das hohe Gras,
die Mama hält den Schirm schief, und ihr Haar wird nass,
und ich renn voraus
und ums Haus.
Das find ich fein.
So sollt ein Regentag immer sein!

 

Badelied für Babys

(zu singen nach eigenen Melodie-Ideen

von Eltern oder Großeltern, die ein Baby baden)

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Wenn ich am Sonntagmorgen ins Badewasser fall,

macht es Plitsch-platsch-plum,

und ich spür das Wasser am Bauch und überall,

denn ich schwimm drin rum.

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Refrain:

Ich bin die Hanna, die Puppe Hanna, und ich hab nie was an!

Ich bin die Hanna, die Puppe Hanna, mit der man baden kann!

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Schmeißt man den Schwamm ins Wasser und wäscht mir das Gesicht.

schrei ich Mauz-bauz-brüll,

denn das Rubbeln an meiner Nase mag ich nicht,

drum halt ich nie still!

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Refrain…

.

Auf den gefliesten Boden rutsch ich aus deiner Hand

und schrei Au-wei-au!

Denn so schrecklich hoch ist der Badewannenrand,

dass ich ihn kaum schau.

.

Refrain…

.

Manchmal, da schlaf ich beinah im Badewasser ein,

singst du Hei-ja-hei –

und dann weiß ich, mein ganzer Körper ist jetzt rein.

Baden ist vorbei!

.

Refrain…